Bachschule Neunkirchen feiert „30 Jahre Integration durch Sport“

In diesem Jahr feiert das Bundesprogramm „Integration durch Sport“ (IdS) sein 30-jähriges Jubiläum. Drei Dekaden, in denen aus einem Projekt ein Programm entstand und sich neben dem Namen auch das Integrationsverständnis grundlegend verändert hat: Von der einseitigen Anpassung zur interkulturellen Öffnung und einer Begegnung der Menschen mit und ohne Migrationshintergrund auf Augenhöhe. Seit Beginn der Initiative haben deutschlandweit knapp 10.000 Sportvereine und mehrere hunderttausend Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte Unterstützung durch das Bundesprogramm erhalten und von der interkulturellen Expertise seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitiert. Auch andere Institutionen wie Grundschulen oder diverse soziale Einrichtungen haben schon Unterstützung durch das Bundesprogramm erhalten und zu dem Thema Integration einen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

Anlässlich dieser Feierlichkeit fand vom 20. bis 24. Mai an der Bachschule Neunkirchen eine besondere Sport-Projektwoche statt, wie sie in dieser Form im Saarland bisher noch nicht stattgefunden hat. Durch schulintern generierte Kräfte, aber auch mit Hilfe von Stützpunktvereinen und Kooperationspartnern konnten den Schülerinnen und Schülern fünfzehn verschiedene Sportarten zum Mitmachen angeboten werden. Dabei wurden den Kindern auch außergewöhnliche Sportarten vorgestellt: „Miteinander Leben Lernen“ stellte beispielsweise ihr Abenteuerbus mit einer integrierten Kletterwand zur Verfügung, um den Schülerinnen und Schülern Kletterschnupperkurse zu ermöglichen. Zwei Übungsleiter des Kneippbundes Saar führten Yoga- und Zumbakurse durch. Der Bogensportclub Mandelbachtal reiste mit Equipment an und ermöglichte den Kindern, einmal auf den Pfaden von Robin Hood zu sein.
Die Planung, Organisation und Durchführung der Sportprojektwoche übernahm die Bachschule in Eigenregie. Hierzu haben wir den Schulleiter der Bachschule, Herrn Uwe Sander, interviewt.

Herr Sander, wieso stand die Sportprojektwoche unter dem Motto „30 Jahre IdS“?

Uwe Sander: Die Bachschule ist der Meinung, dass wir durch den Sport einen guten Start in einer neuen Umgebung bieten können. Des Weiteren ist die Bachschule schon seit Jahren Partner des Programms „Integration durch Sport.“ Durch diese Zusammenarbeit wurde es erst möglich, den Kindern bisher unbekannte und auch außergewöhnliche Sportarten anzubieten.

Was macht für Sie die Kooperation mit IdS aus? Was bedeutet Integration für Sie?   

Uwe Sander: Durch die Kooperation wird die sehr schwierige Suche nach Partnern, die unsere Ideen mit umsetzen wollen, enorm erleichtert. Die Bachschule alleine hätte bei Weitem nicht die finanziellen Möglichkeiten, gewisse Vorhaben umzusetzen.

Wie konnten so viele Sportarten innerhalb einer Woche durchgeführt werden?

Uwe Sander: Das große Angebot wurde durch die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Neunkirchen und der GGTS Am Stadtpark Neunkirchen erst möglich. Die Stadt stellte uns neben dem Sportplatz im Wagwiesental auch den großen Raum des KOMMzentrums zur Verfügung. Außerdem überließ uns der Aktiv Gesundheitspark dankenswerterweise Räumlichkeiten. Das Organisationsteam schaffte es dann, dass jedes Kind an jedem Tag eine andere Sportart ausprobieren konnte.

Wie viele Kooperationspartner waren bei dem Event beteiligt?

Uwe Sander: An der Projektwoche waren neben den Partnern des o.g. Bundesprogrammes noch die Basketballer aus Illingen, die Handballer aus Ommersheim, der Saarländische Fußballverband, der Saarländische Leichtathletik Bund, die Jujutsu-Abteilung des Polizeisportvereins, der Karnevalsverein "Eulenspiegel", der RSC Mistral Neunkirchen und die Firma Stadtrad aus Bexbach dabei.

Was war das Ziel dieser „Sportprojektwoche“? Was sollte damit bezweckt werden?

Uwe Sander: Das Ziel der Projektwoche war es, den Kindern neben Sportarten, die sie bereits kennen, weitere für sie noch unbekannte Sportarten anzubieten. Zentrale Gedanken sind dabei neben Freude an Bewegung, der Überwindung von Ängsten, dem Sammeln neuer Erfahrungen auch die Verbesserung der Kooperationsfähigkeit.

Vielen Dank für das Interview, Herr Sander!


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