Boxsportclub Kiel plant für die Zukunft

Die durch ein Virus entstandene freie Zeit nutzt ein Team aus Trainern und psychologischen sowie sozialpädagogischen Fachkräften für die Planung von neuen Projekten. Der erste Vorsitzende des Stützpunktvereins Boxsportclub Kiel, Józef Orwat, hat viel vor in diesem Jahr: „Wir planen vier grosse Projekte, für die wir jetzt sehr viel Zeit haben“.

Das sogenannte Anti-Gewalt-Training basiert auf einem speziellen, konfrontierenden Konzept. Es wird für gewaltbereite Jugendliche und heranwachsende Wiederholungstäter entwickelt. „Für dieses Training erarbeiten wir neue Werkzeuge und Wege einer speziellen Kombination aus Sozialtraining und Boxsport. Während der Corona-Zeit legen wir unseren Fokus darauf, gemeinsam Konzepte und einfache Infomaterialien zu erarbeiten“, erläutert Józef Orwat.

Ein weiteres Projekt heisst „Erst bilden, dann boxen“. Hierfür soll das Angebot der schulischen Nachhilfe weiter ausgebaut werden. Orwat: „Unseren jungen Mitgliedern helfen wir auf Nachfrage bei der Erarbeitung von Lernmethoden und unterstützen sie  bei ihren Vorbereitungen auf Prüfungen oder Präsentationen. Für diese und weitere geplante Angebote, wie z.B. einfache Deutschkurse für unsere geflüchteten Mitglieder und ihre Familienangehörigen, schaffen wir neue Strukturen und eine finanzielle Basis über Förderungen oder Spenden.“

Das dritte Projekt nennt der Verein „In Yo Face - Gib Rassismus einen Korb“.

„Seit mehr als fünf Jahren veranstalten wir mehrmals im Jahr im Kieler Sport- und Begegnungspark Streetball Turniere, an denen zuletzt mehr als 100 aktive Spieler und zahlreiche Zuschauer teilgenommen haben. Das Projektmotto „Gib Rassismus einen Korb“ entsprang der Zusammenarbeit zwischen einer von uns initiierten freien Streetball-Gruppe mit ungefähr 100 Teilnehmern, die sich aus dem Streetball Team Kiel, Jugendlichen aus den Jugendtreffs Chillbox und DeTwiel zusammensetzen. Unterstützt werden die Jugendlichen von ehrenamtlichen Übungsleitern und Helfern des Boxsportclub Kiel“, erklärt Orwat die Hintergünde. „Um dem Streetball Team Kiel eine sportliche Heimat zu geben, gründeten wir Ende letzten Jahres eine neue Basketball Abteilung innerhalb des BSC Kiel. Die Abteilung engagiert sich mit der Vereinsarbeit jetzt noch intensiver für die sportliche Integrationsarbeit in Kiel. In einer Kooperation mit den umliegenden städtischen Institutionen, wie z.B. den Jugendtreffs, stärken wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt durch offene sportliche Streetballveranstaltungen und regelmäßige Basketballangebote. In Zukunft wird eine Mitgliedschaft im Basketballverband Schleswig-Holstein angestrebt. Wir haben bereits einen Übungsleiter und erste Hallenzeiten sind gesichert“, führt Józef Orwat weiter aus.

Projekt vier trägt den Namen „Train Hard Fight Smart“. Nach einer harten Vorbereitung haben drei Boxer aus der Leistungsportgruppe des BSC Kiel noch im März ihre ersten Kämpfe gemacht. Weitere Kämpfe und mehr Kampferfahrung  wurden von der Corona-Pandemie verhindert. Alle Trainer im Leistungsbereich arbeiten aktuell an Trainingsstrategien und an Planungen für die Zeit nach Corona. Die Mitglieder erhalten Aufgaben für zu Hause mit Video-Homeworkouts.  https://www.instagram.com/bsckiel/channel/

 „Auch für die Mini Gruppe ab 6 Jahre werden neue Videos entwickelt“, verspricht Orwat. „Für unsere integrativen Projekte suchen wir jetzt aktiv nach Menschen, die in unserer Gesellschaft und ihrem unmittelbaren Umfeld etwas bewegen wollen. Dazu schreiben wir für die entstehenden Projekte Stellenangebote aus und bieten Möglichkeiten zur Partizipation an.“

 



 


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