Ein Verein lebt Kultur

Der saarländische TV St. Wendel hat seinen ganz eigenen Weg gefunden, aktive Integration zu betreiben. Im Rahmen des Projektes „Integration durch Sport- Wir sind Verein“ werden die deutschen Sitten und Bräuche mit der Kultur der Menschen mit Migrationshintergrund kombiniert.

T V St. Wendel
T V St. Wendel

Durch diese sanfte Art der Integration ist es dem Verein durch den Sport und das kulturelle Vereinsangebot gelungen, rund 80 Menschen mit Fluchterfahrung für die Vereinsangebote zu gewinnen.

In Zusammenarbeit mit der Caritas und der Kreisstadt St. Wendel sowie etwa hundert ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern werden die neuen Mitbürger nach ihrer Ankunft sofort aufgefangen und betreut. Im wöchentlichen Training des Turnvereins wird dabei nicht nur ein Zugang zum Sport gegeben, sondern auch gleichzeitig die soziale Einbindung in eine verlässliche Gemeinschaft ermöglicht.

Harald Becker vom TV St. Wendel ist stolz auf das, was der Verein mit seinem Angebot erreicht hat: „Bereits in den 90er Jahren haben wir angefangen, uns für die Integration von Menschen mit Integrationshintergrund einzusetzen. Seither ist die Entwicklung in unserem Verein mit vielen Hochs und Tiefs verknüpft. Daher sind wir dankbar, sowohl die Caritas als auch die Kreisstadt St. Wendel als Partner an unserer Seite zu haben. Die Flüchtlinge abzuholen, im Vereinsleben mitzunehmen und dabei alle Kulturen miteinander zu verbinden ist ein Ziel, das wir uns für unsere tägliche Arbeit gesetzt haben.“

Als Musterbeispiel der Integration und Zugpferd des Vereins organisiert Hajem Mohammad hierbei diverse Veranstaltungen mit und ohne sportlichen Bezug, um die Neuankömmlinge in das Vereinsgefüge einzubinden, zu unterstützen und ihnen mögliche Perspektiven in Deutschland aufzuzeigen.

So fand am 9. März beispielsweise ein Vortrag zum Thema „Deutsche Geschichte – das Mittelalter, Burgen und Ritter“ statt, bei welchem Christof Scheid und Waldemar Sel vom Caritasverband als Referenten zu Gast waren.

Um beide Kulturen zu vereinen und ein heimisches Gefühl zu verbreiten, wurde durch Saada Mardanli mit syrischen Speisen für das leibliche Wohl gesorgt.

Um auf das angeeignete Wissen aufzubauen und das Gelernte real werden zu lassen, ist im Rahmen des Projektes für den Sommer ein gemeinsamer Ausflug zu einer deutschen Burg geplant.


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