Erfolgreiche Premiere von „Wir bewegen Flensburg“

Große Portraitfotos der Handballstars vom Bundesligateam Flensburg-Handewitt hingen über den zusammengeschobenen Zuschauertribünen. Am 30. und 31. Januar 2018 verzauberten jedoch nicht die Profis mit ihren Trickwürfen die Besucher, sondern über 3000 Kinder und Jugendliche aus Flensburg eroberten gemeinsam mit ihren Eltern oder Lehrerinnen und Lehrern die Spielfläche der großen Flens-Arena anlässlich der erstmals durchgeführten Veranstaltung „Wir bewegen Flensburg“.

Vier Organisationen hatten sich in einer außergewöhnlichen Partnerschaft zusammengetan, um Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus den Bereichen Sport, Kultur und offene Kinder- und Jugendarbeit zu präsentieren. Gemeinsam mit der Europa-Universität Flensburg, Rotary Flensburg und den Sportpiraten organisierte der Landessportverband Schleswig-Holstein (LSV) ein für Flensburg völlig neues Veranstaltungsformat.

„Ziel der Veranstaltung ist es, das breite Spektrum aller Möglichkeiten aufzuzeigen, die Flensburg Kindern und Jugendlichen bietet“, hatte Gerd Pontius von Rotary Flensburg bei der Pressekonferenz vor der Veranstaltung verkündet. Schon am ersten Tag füllte sich die Halle schnell und die sportlichen und kulturellen Stationen wurden umlagert. In der Hallenmitte gab es sportliche Vorführungen einer Kampfkunstschule, einer Showgruppe des TSB Flensburg, sowie Hip Hop und Breakdance. Die Kinder und Jugendlichen wurden zum Ausprobieren und Mitmachen aufgefordert. Das gelang den Sportpiraten mit ihrem spektakulären BMX-Parcours sehr schnell. Fahrräder und Schutzausrüstung standen ausreichend zur Verfügung und so sausten schon nach kurzer Zeit die BMX-Fahrräder über die Rampen.

Mitorganisator Dirk Dillmann kümmerte sich auch um die zahlreich erschienenen jungen Geflüchteten, zu denen er schon seit Jahren einen engen Kontakt pflegt. Zwei Integrationslotsen, die vom LSV ausgebildet wurden, arbeiten seit einiger Zeit erfolgreich für die Sportpiraten und haben im letzten Jahr auch BMX-Freizeiten mit Geflüchteten durchgeführt. Dirk Dillmann geht es bei seiner Arbeit darum, allen Kindern und Jugendlichen einen Zugang zum Sport zu ermöglichen: „Egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund, es sind alles Kinder, die unsere Unterstützung und sinnvolle Freizeitangebote brauchen“.

Auch der Stand des Ruderklub Flensburg war gut besucht. Die jungen Übungsleiter hatten vier Ruder-Ergometer aufgebaut, auf denen Mädchen und Jungen ihre Fitness ausprobieren konnten. An diesen Geräten konnten jeweils vier Besucher kleine Rennen simulieren, indem sie sich kräftig „in die Riemen legten“ und den Rennverlauf über eine Leinwand visuell verfolgen konnten. Übungsleiter Morten Schult erklärte den jungen Besuchern fachkundig die Geheimnisse des Ruderns und lobte die Kontakte zur Flensburger Europa-Universität, durch die auch junge Migranten und Geflüchtete den Weg zum Rudersport gefunden haben. „In der Altersgruppe zwischen 20 und 30 Jahren haben wir schon einige junge Männer mit Migrationshintergrund für unseren Verein gewinnen können“, berichtete Morten Schult.

Auf den Spielfeldern zweier Soccer-Courts wurde mit zahlreichen Teams aus integrativen Sportprojekten ein Turnier gespielt, das von den Integrationslotsen und von Mitarbeitern der Sportpiraten sowie des TSB Flensburg organisiert wurde.

 

Am Dienstag nahmen hier ältere Jugendliche teil und am Mittwoch Schulkinder aus vielen Flensburger Schulen. So gab es viele Gelegenheiten für sportliche Begegnungen von Flensburger Kindern und Jugendlichen, die auch während der beiden Veranstaltungstage die kulturellen Stände des Naturwissenschaftlichen Museums Eiszeit-Haus oder des Schifffahrtsmuseums besuchten. Nach dieser gelungenen Premiere von „Wir bewegen Flensburg“ sind sich die vier Veranstalter einig, dass sie Flensburg auch im nächsten Jahr wieder in Bewegung versetzen möchten.


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