Gemeinsam abtauchen! – Integratives Tauchen in Rostock

Der Tauchclub Octopus e.V., die DLRG haben mit Unterstützung des Landessportbundes M-V e.V. – Programm „Integration durch Sport“ ein integratives Tauchprojekt umgesetzt.

Tauchen ist etwas Besonderes - für Jugendliche aus M-V sowie aus Syrien und Afghanistan. Für Abdullah, Fahim und Ram ist es nicht selbstverständlich, sich im Wasser ohne Ängste zu bewegen. Dafür sind ihre Erfahrungen zu unterschiedlich. Das gemeinsame Tauchprojekt ist ein Abenteuer für alle – gemeinsam die unbekannten Gewässer durch das Tauchen erforschen.

Doch wie entstand das Projekt?

Vor einem Jahr organisierte der Tauchclub Octopus Rostock (TCO Rostock), zusammen mit der Krusensternschule in Schmarl einen Tauchschnuppertag für interessierte Jugendliche aus Polen, Syrien, Afghanistan und M-V. Einige der Interessierten, darunter auch syrische und afghanische Jugendliche, waren so fasziniert, dass sie diesen Sport unbedingt erlernen wollten.

Bevor es in die Ostsee bzw. in den Schweriner See geht, müssen alle die Theorie des Tauchens sicher beherrschen. Zusammen mit Jugendlichen aus Rostock und Laage absolvierten die Jugendlichen an zwei Tagen die sehr umfangreiche Theorieausbildung.  Gute Kenntnisse in Physik, Mathematik, Biologie und  Chemie waren hier u.a. gefragt.

Wer tauchen will – muss wissen worauf es ankommt!

Frank Westphal und Rom Rabe, beide Tauchlehrer des TCO Rostock e.V.,  erklärten geduldig alles Wissenswerte und waren begeistert vom Interesse der Jugendlichen. Sprachliche Herausforderungen standen vor unseren drei Zugewanderten, welche so lustig formuliert wurden, dass der Unterricht mit vielen Lachern aufgelockert wurde.

Fragen wie, welche Ausrüstung benötige ich und wie funktioniert diese, wie verhalte ich mich gegenüber meinen Gruppenmitgliedern beim Tauchen, wann darf ich tauchen und was sollte ich von meinem Tauchpartner wissen und vieles, vieles mehr, wollten beantwortet werden. Zum Abschluss mussten alle Jugendlichen eine schriftliche Prüfung absolvieren, welche von allen mit Bravour gemeistert wurde.

Integration beim Tauchen? Ist das möglich?

Für einige Ausbilder und Teilnehmer war es der erste Kontakt mit unbegleiteten Jugendlichen aus Kriegsregionen und so nutzten sie die lockere Atmosphäre am Lagerfeuer, um ihre Fragen zu stellen und sich auszutauschen. Für alle war dieses Wochenende eine wichtige Erfahrung. Es ist nicht wichtig, woher wir kommen und welche Biografie wir mitbringen.

Wichtig ist unser respektvoller Umgang miteinander, die Toleranz und Neugier auf alles Neue und Fremde. Es gibt viel weniger Unterschiede, als einige vermutet hatten.

Träume, Lebensziele, die Bedeutung der Familie sind gleich, sogar die gleiche Musik wurde gehört.

An diesen zwei Tagen konnten neue Freundschaften geknüpft werden und nun können alle Teilnehmer es kaum erwarten, ihre neuen Kenntnisse in der praktischen Ausbildung anzuwenden.

Der TCO Rostock e.V. ist sich sicher, dass Tauchen bestimmt das größte Abenteuer für all die jungen Auszubildenden werden wird.

Der TCO Rostock e.V. bedankt sich bei den fleißigen Helfern im Hintergrund und beim Landessportbund M-V e.V. – Programm „Integration durch Sport“ für die unkomplizierte Unterstützung, ohne die wir das Abenteuer für Ram, Abdullah, Fahim und die Jugendlichen aus M-V nicht hätten starten können.

Die Familien der angehenden Taucher in Syrien und Afghanistan lauschen mit großer Bewunderung, aber auch Ängsten, den Erzählungen ihrer Söhne und sind gespannt wie es weiter geht.

Wir berichten weiter, wenn es für alle heißt: „ABTAUCHEN“.

Text und Foto: Tauchclub Octopus Rostock e.V.


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