Interkulturelle Öffnung beim Sport - eine Riesenaufgabe

Erfolgreicher Workshop im Elmshorner Jugendhaus Krückaupark. Nicht nur seit Beginn der Flüchtlingswelle ist es für etliche Ehrenamtliche im Sport Verpflichtung und Herzenswunsch zugleich, die ausländischen Zuwanderer in Sportvereine zu integrieren. Deren Engagement ist ungebrochen, wenngleich es gelegentlich auch Enttäuschungen gibt.

Das Motto des DOSB lautet „Integration durch Sport“, so befassen sich in Schleswig-Holstein 70% der Vereine mit diesem Thema. Grund genug für den Elmshorner Integrationslotsen des EMTV und Mitglied im Elmshorner Flüchtlings-Willkommensteam, Mehmet Karakavak und den Fußballclub Gencler Birligi e.V., gemeinsam mit dem LSV einen Workshop im Elmshorner Jugendhaus am Krückaupark zu veranstalten.

Die gebürtigen Kasachen Viktor Burnaschow und Lena Zaitseva, ausgebildete Referenten/innen des Landessportverbandes in Kiel, referierten und animierten die 18 Teilnehmer sehr locker mit dem Ziel, Kompetenzen zu vermitteln und Erfahrungen auszutauschen.

Der Elmshorner Boxverein AC Einigkeit hat bereits jahrzehntelang Erfahrung mit Sportlern mit Migrationshintergrund. Zudem ist es den Elmshorner Fußballvereinen über Jahre gelungen, Flüchtlinge in den Sport zu integrieren. Grundvoraussetzung ist jedoch die deutsche Sprache, ebenso werden Disziplin und Pünktlichkeit erwartet. Es wäre wünschenswert, wenn die Eltern der Flüchtlinge mehr einbezogen werden könnten. Dieses erweist sich jedoch als sehr schwierig.

Ein großartiges Beispiel liefert auch der Elmshorner Schachclub, dem es ganz besonders im weiblichen Nachwuchsbereich gelungen ist, Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund eine sportliche Heimat zu bieten. Es ist jedoch nicht leicht, im Frauenbereich Teilnehmerinnen für den Breitensport zu begeistern, was vermutlich in Familien-Traditionen begründet ist. Wenig bekannt ist, dass die Vereine den Vereinsbeitrag durch Bezuschussung moderat halten können.

Das Fazit dieses Workshops war, dass es sich lohnt, auch weiterhin Flüchtlinge und Bürger mit Migrationsgrund für den Sport zu begeistern, zumal dieser soziale Beitrag auch viel Freude bereitet und sehr wichtig für unser Zusammenleben ist.

Siegfried Konjack, Mitglied im Elmshorner Flüchtlings-Willkommensteam


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