Miteinander statt übereinander reden!

Erfolgreicher Auftakt der zweiten Projektreihe "Verein leben - Gemeinsame Sprache Sport"

„Der Sport hilft uns, hier ein normales Leben zu führen. Tennis zu spielen bedeutet, dass wir zur Gesellschaft gehören.“ Seit eineinhalb Jahren ist Mamoun Naim (49) mit seiner Frau und den beiden Söhnen in Deutschland, geflüchtet vor dem Kriegsterror in Syrien. Nun berichtet er auf dem Fachtag "Verein leben - Gemeinsame Sprache Sport" im Haus der Kreisverwaltung Bad Kreuznach, wie er in der neuen Heimat zum Sport gefunden hat. Seine Familie war bereits in Syrien tennisbegeistert. Über Frau Dr. Claudia Eider (Projektkoordinatorin "Integration von Flüchtlingen in Sportvereine des Landkreise Bad Kreuznach) kam er in die Tennisabteilung des MTV Bad Kreuznach. Inzwischen hat Familie Naim wieder Fuß in ihrer Lieblingsdisziplin gefasst und spielen zweimal in der Woche Tennis. In der nächsten Saison wird Herr Naim sogar als Trainer aushelfen und dann auch offiziell dazu ausgebildet. „Sport ist ein wichtiger Teil unseres Lebens gewesen und ist es wieder geworden“, sagt Naim.

Das miteinander statt übereinander Reden stand bei der Auftaktveranstaltung zur zweiten Projektreihe "Verein leben - Gemeinsame Sprache Sport" im Mittelpunkt. Wie kann der Sportverein so gestaltet werden, dass er für jeden zur VereinsHeimat wird - ein Verein, in dem jeder seine Kompetenzen einbringen und verwirklichen kann?

http://bit.ly/2m0eu7i

Der Fachtag stellt die Auftaktveranstaltung der Projektreihe dar, die aus drei großen Teilen besteht:
1.    Der große Dialog mit fachlichem Austausch auf Vereinsebene (Fachtag, am 04. November 2017)
2.    Der kleine Dialog zwischen Geflüchteten und Vereinsvertretern (Dialog-Werkstätte 2018)
3.    Zusammenfassung der Ergebnisse – Erstellung eines Leitfadens

Anknüpfend an die Erkenntnisse aus dem Fachtag werden im zweiten Projektabschnitt Dialog-Werkstätte ins Leben gerufen. Sie setzen sich aus einer festen Gruppe von Vertretern aus Sportvereinen und Sportverbänden, sportbegeisterten Menschen mit und ohne Fluchterfahrung, aus Menschen unterschiedlicher Herkunft, Sprache,  Alter, Bildung, Glauben und Beruf zusammen. In vier Sitzungen, die als Workshop gestaltet werden, durchleuchten die Teilnehmer themenbezogen den Lebensbereich Sport. 
Hier ist der Dialog das Ziel. Im Gespräch miteinander wird ergebnisoffen ausgelotet, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, was vom Verein erwartet wird, was von den Geflüchteten, welche kulturellen Unterschiede und Gemeinsamkeiten gesehen werden, welche Wünsche und Ängste bestehen. Die Workshops werden moderierend begleitet.

Im dritten und letzten Projektabschnitt werden die Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Fachtag und den Dialog-Werkstätten zu einem Leitfaden zusammengefasst. Er beinhaltet das fachliche Know-How rund um den Integrationsprozess. Ganz im Sinne des "vom Verein, für den Verein".
 


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