Ruhige Klänge, feuriger Tanz und akrobatische Bewegungen

Über 200 begeisterte Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim „Tanz aller Kulturen“ im Ahorn-Sportpark, Kommunales Integrationszentrum und KreisSportBund planen für kommendes Jahr Wiederauflage

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Sie wirbelt einen kleinen, bunten Schirm durch die Luft. Rasante Musik setzt ein und Joselita Figueiredo dos Santos Schnell gleitet mit akrobatischen Sprüngen über die Tanzfläche des Paderborner Ahorn-Sportparks. Die gebürtige Brasilianerin tanzt den Frevo. Szenen wie diese waren an zweiten, sonnigen Oktobersonntag mehrfach im Ahorn-Sportpark zu sehen, denn das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Paderborn und der KreisSportBund Paderborn haben erstmals zusammen mit Migrantenselbstorganisationen, Volkstanzgruppen und Sportvereinen den „Tanz aller Kulturen“ veranstaltet.

Neben einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm konnten die Besucherinnen und Besucher die Tänze in Workshops selbst ausprobieren. „Das ist fantastisch, dass man einfach mal ein paar Schritte lernt. Das macht direkt gute Laune“, sagte eine Besucherin. Beim Joggen hörte sie die Tanzmusik und wurde neugierig. Spontan beschloss sie beim Workshop zur Brasilianischen Folklore mitzumachen.

Über 200 Besucherinnen und Besucher kamen zum „Tanz aller Kulturen“, den Landrat Manfred Müller gemeinsam mit Uwe Stork, Vizepräsident des KreisSportBundes, eröffnete. „Um sich ein Bild von der Welt zu machen, muss man sie angeschaut haben, verschiedene Menschen und Kulturen kennenlernen“, sagte der Landrat. Eine Reise in ferne Länder bedürfe es dazu nicht unbedingt.

Müller dankte den Organisatoren und Ehrenamtlichen, die es möglich gemacht haben, an nur einem Nachmittag Tänze aus aller Welt kennenzulernen. „Diese Veranstaltung zeigt, welche Vielfalt im Kreis Paderborn steckt.“ Stork ergänzte, dass Menschen über den Sport schnell miteinander in den Kontakt kämen. „Sport ist die Brücke zwischen den Kulturen. Er braucht keine Sprache, sondern Sport hat seine eigene Sprache.“

Das Kommunale Integrationszentrum und der KreisSportBund kooperieren bereits seit mehreren Jahren und bringen Menschen über den Sport zusammen.

Der „Tanz aller Kulturen“ fand im Rahmen des Projektes „Tage der offenen Tür“ statt. Es wurde 2013 ins Leben gerufen, damit sich Migrantenselbstorganisationen und Sportvereine besser kennenlernen und sich gegenseitig zu ihren Angeboten austauschen können. Organisatorinnen waren Katrin Neumann vom Kommunalen Integrationszentrum und Julia Meier vom KreisSportBund. „Unser Ziel war es, diese Vielfalt an Tänzen an einen öffentlichen Ort zu bringen“, sagten Neumann und Meier. Und das ist gelungen: Eine bunte Mischung aus ruhigen Klängen, feurigem Tanz, akrobatischen Bewegungen, Moderne und Tradition ist entstanden.

Die Samba-Trommelgruppe „Querschläger Paderborn“ eröffnete das Bühnenprogramm. Bekannt geworden ist die Gruppe durch ihre regelmäßigen Auftritte auf Libori. Zwei Sambatänzerinnen betraten in spektakulären Kostümen mit üppigem Federschmuck die Bühne. Rhythmisches Trommeln und Rasseln setzten ein und die Tänzerinnen bewegten sich im Takt. „Da springt der Funke direkt über“, sagte ein Besucher.

„Bei diesem Programm folgt ein Highlight auf das nächste. Fantastisch“, sagte eine weitere Besucherin. Im Laufe des Nachmittags waren auf der Bühne chinesischer Fächertanz, Gardetanz, Russischer Volkstanz, Flamenco, Hip Hop, indische Volkstänze und vieles mehr zu sehen – jede Gruppe in ihren traditionellen Kleidern.

An den zehn Workshops für Erwachsene, Jugendliche und Kinder nahmen insgesamt 60 Interessierte teil. Zwischen Volleyball- und Badmintonfeld wurde getanzt und musiziert. Bei den regionalen Volkstanzgruppen stand der heimische Volkstanz im Vordergrund. Dazu gab es Live-Musik mit Kontrabass, Akkordeon und Querflöten.

Bei Eva Görres und Ilka Dinkelmann lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den spanischen Flamenco und bei der Studentengruppe „Bollywood Dance Club Paderborn“ den indischen Tanz kennen.

„Wir haben viele positive Rückmeldungen bekommen. Einige Besucherinnen und Besucher wollen die Tänze sogar weiter in Vereinen und Gruppen lernen“, sagten die Organisatorinnen Neumann und Meier und kündigen eine Wiederauflage des „Tanz aller Kulturen“ für das kommende Jahr an.

 

Quelle: KSB Paderborn


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