Tischtennisverband sieht großes Potenzial bei Integrationsarbeit

In der gemeinsamen Heimatstadt Preetz trafen sich im Jahr 2016 der Geschäftsführer des Tischtennisverbandes Schleswig-Holstein (TTVSH), Axel Schreiner und sein Verbandspräsident Hans-Jürgen Gärtner zu einem Austausch über die Integrationsarbeit im Tischtennisverband. Sie beschlossen mehr für die Einbindung von weiblichen und männlichen Migranten in die Vereine zu tun. Der TTVSH begann als Stützpunktverband beim Programm „Integration durch Sport“ aktiv zu werden.

Integrationsteam TTVSH
Integrationsteam TTVSH

Der Tischtennisverband versteht sich als Impulsgeber für die Integrationsarbeit der Vereine. Mit großem Engagement der Übungsleiter und Vereinsvorstände haben vier Vereine Tischtennisgruppen mit Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen, in denen eine große Anzahl von Migranten mitspielen, aufgebaut. Der TSV Schwarzenbek, die FT Preetz, der TSV Kücknitz und der Mooreger SV betreiben insgesamt sieben Gruppen mit Spielern und Spielerinnen aus vielen verschiedenen Kulturen, darunter viele syrische Geflüchtete. Das Interesse der Kinder wurde meist durch Schulaktionen geweckt, die seit letztem Jahr auch durch das verbandseigene Tischtennis-Spielmobil unterstützt werden. Das Spielmobil hat der TTVSH im Sommer 2018 in Betrieb genommen. Es ist mit vielen Spielmaterialien rund um den Tischtennissport ausgestattet und soll bei Veranstaltungen an Schulen und bei Sportfesten das Interesse an Tischtennis steigern. Marie Bünz betreut und koordiniert seit 2018 für den Verband die etwa 60 geplanten Einsätze pro Jahr.

Durch erfolgreiche Werbeaktionen an Grundschulen konnte beispielsweise der Übungs- und Jugendleiter Volker Kruse beim TSV Kücknitz drei Kindergruppen mit hohem Migrantenanteil aufbauen. An drei Tagen spielen seitdem Mädchen und Jungen in zwei Schulgruppen und einer Vereinsgruppe begeistert Tischtennis und lernen die Geheimnisse der komplexen Sportart kennen.

Sehr engagiert ist auch der TSV Schwarzenbek mit dem aus Bosnien stammenden Verbandstrainer Mirsad Fazlic, dessen Tochter Ajla als Übungsleiterin eine Tischtennisgruppe mit Kindern aus vier verschiedenen Ländern leitet.

Die vier am Projekt teilnehmenden Vereine haben im letzten Jahr 63 neue Mitglieder für ihre Tischtennissparten gewonnen. Trotz dieser erfolgreichen Arbeit sieht TTVSH-Geschäftsführer Axel Schreiner besonders im weiblichen Bereich noch viel Potenzial für die Integrationsarbeit: „Wir müssen zusammen mit den Vereinen unsere Aktivitäten für die Mädchen noch erheblich erweitern und phantasievoller gestalten“. Dabei können auch interne Fortbildungen helfen, bei denen sich Übungsleiter und interessierte Spieler mit und ohne Migrationshintergrund über neue Ideen für die Integrationsarbeit austauschen können. Angedacht sind hierfür auch Gespräche der am Integrationsprojekt beteiligten Vereine über die bisher gemachten Erfahrungen.

Eine weitere Idee von Axel Schreiner ist die eventuelle Aufnahme einer Unterrichtseinheit mit dem Schwerpunkt Integration in die Übungsleiterausbildung. So könnten auch zukünftige Übungsleiter noch besser auf die immer wichtiger werdende Integrationsarbeit vorbereitet werden. Zusammen mit Verbandspräsident Hans-Jürgen Gärtner möchte Axel Schreiner in diesem Jahr noch weitere

Tischtennisvereine für eine Mitarbeit gewinnen und die bisher aktiven Vereine weiter unterstützen und finanziell fördern.


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