Verbände leisten einen wichtigen Beitrag zur Integration

Qualifizierungsprojekt für Flüchtlinge des FVR wird über externe Förderer finanziert

FVR Vizepräsident Alois Stroh mit den tunesischen Teilnehmern Ines Messelmani (l.) und Nabli Achraf.
FVR Vizepräsident Alois Stroh mit den tunesischen Teilnehmern Ines Messelmani (l.) und Nabli Achraf.

Die rheinland-pfälzischen Fachverbände tragen auf ganz unterschiedliche Art und Weise zur Integration von Menschen aus anderen Ländern bei. Der Fußballverband Rheinland (FVR) hat sich mit einem Qualifizierungsprojekt für Flüchtlinge Meriten erworben.

Im Jahr 2016 hat der Fußballverband Rheinland (FVR) ein neues Projekt ins Leben gerufen, um einen Teil zur Integration von Flüchtlingen beizutragen. Ideengeber war Verbandspräsident Walter Desch, umgesetzt wurde das Projekt durch Vizepräsident Alois Stroh, Mitarbeiter der Abteilung für Qualifizierung sowie Honorarkräfte aus dem Referentenpool der Kommission „Lehrstab“.
In mehreren Seminarabschnitten bietet der FVR Qualifizierungsmaßnahmen für Flüchtlinge ab 16 Jahren an, die sie bis zur Trainer-C-Lizenz führen können. Neben den herkömmlichen sportfachlichen Inhalten werden auch Themen wie Interkulturelles Lernen, Sportstrukturen in Deutschland und Rheinland-Pfalz sowie eine fußballspezifische Sprachförderung angeboten.

Alle drei Seminarabschnitte finden jeweils in fünf Tagen Vollzeit mit rund 40 Lerneinheiten in Praxis und Theorie statt. Die Lehrgänge finden in der Regel in Jugendherbergen statt, die Sportstätten werden meist von den ortsansässigen Vereinen zur Verfügung gestellt. Zudem werden die Teilnehmer auch außerhalb der Lehrgangszeiten betreut. Diese Menschen über die Vereine besser in die Gesellschaft zu integrieren, darum dreht es sich bei diesem Projekt. Die Lehrgänge sind für die Teilnehmer kostenlos, die Finanzierung erfolgt über externe Förderer. "Fit für die Vielfalt" ist dabei fest im Lehrgangsprogramm verankert und wird von den Referentinnen von "Integration durch Sport" des Landessportbundes mit einzelnen Modulen durchgeführt.

Es wurden bereits fünf Basiswissen-Lehrgänge und ein Teamleiter-Kinder-Lehrgang durchgeführt. Die mehr als 100 Teilnehmer aus 15 verschiedenen Nationen haben bereits den ersten Schritt zum lizenzierten Trainer gemacht, indem sie am „Basiswissen“ erfolgreich teilgenommen haben. 22 dieser Anwärter nahmen im März 2017 sogar an einem weiterführenden Modul, dem „Teamleiter-Kinder“, teil.

In der zweiten Jahreshälfte 2017 wurden weitere Lehrgänge angeboten, die leider abgesagt werden mussten, da die potenziellen Teilnehmer zumeist im Sprachunterricht oder in Betriebspraktika waren. Trotzdem werden immer wieder neue Einstiegslehrgänge („Basiswissen“), als auch um weiterführende Seminare („Teamleiter Kinder“ bzw. „Teamleiter Jugend“) angeboten. Wer alle drei Lehrgangsmodule absolviert hat, erhält die Möglichkeit, an einem herkömmlichen Prüfungslehrgang zur Trainer-C-Lizenz teilzunehmen.


  • FVR Vizepräsident Alois Stroh mit den tunesischen Teilnehmern Ines Messelmani (l.) und Nabli Achraf.
    FVR Vizepräsident Alois Stroh mit den tunesischen Teilnehmern Ines Messelmani (l.) und Nabli Achraf.
    Foto: Foto: Frank Jellinek/FVR

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