Vielfältig vereint!

Integratives und Inklusives Bewegen und Spielen bei der SG Findorff

Es werden gerade die letzten Matten verlegt, Bänke positioniert und Kästen gesichert, da stürmen sie auch schon in die Halle. Sie, das sind etwa 30 Kinder im Alter zwischen 5 und 8 Jahren, die jeden Montagnachmittag in die Schulturnhalle an der Augsburgerstraße pilgern, um dort ihrej Bewegungsdrang nachzugehen.

Und für dieses Vorhaben sind die Kinder bei Jutta Susemiehl und ihrem Team, bestehend aus vier weiteren Übungsleiter*innen, genau richtig. Seit die Gruppe vor drei Jahren ins Leben gerufen wurde, fast zeitgleich mit der Eröffnung des Überwohnheims in der benachbarten Corveystraße, wuchs die Beteiligung kontinuierlich an. Seither werden Kinder mit und ohne Migrationshintergrund, mit und ohne Behinderung oder einfach nur Sportbegeisterte zusammengeführt und ihnen ermöglicht, einmal in der Woche eine Stunde lang Bewegung, Spaß und Action zu erleben.

Neben der Spielerei lässt sich mit fortschreitender Dauer des Sportangebots auch vermehrt feststellen, dass sich bei den "Neuen" nicht nur die Sprache, sondern auch das Miteinander in der Gruppe verbessert hat. "Das merkt man auch ganz deutlich", so Jutta Susemiehl. Die meisten Kinder lernen nach einer gewissen Findungsphase, sich an Regeln zu halten und entwickeln Interesse, für ihre neuen Spielkamerad*innen. 

Doch nicht nur innerhalb der Gruppe wird Integration gelebt, sondern auch im Team. Seit geraumer Zeit engagiert sich dort auch Ghulam Heider Haidiri, ein 19-jähriger Afghane, der vor zweieinhalb Jahren nach Bremen kam und in der Cricketabteilung des SG Findorff aktiv wurde. Dort erfuhr er von der Möglichkeit, eine geförderte Übungsleiter-Ausbildung (mit Flüchtlingsbezug) beim Landessportbund Bremen zu absolvieren und so dauerte es nicht lange, bis er sich als sprachvermittelnder Übungsleiter in der Sportgruppe wiederfand. "Ich habe Spaß hier und beschäftige mich mit den Kindern, um sie zu motivieren und mache alles, damit diese Spaß haben", so Ghulam zu seinem Engagement. Und bei den vielen ausgepowerten und glücklichen Gesichtern der Kinder, scheint dies genau der Fall zu sein.


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