Erst bilden, dann boxen!

Kiel . LSV-Präsident Hans-Jakob Tiessen und LSV-Vizepräsident Bernd Küpperbusch besuchen mit Innenstaatssekretär Torsten Geerdts Integrationsprojekt des Boxsportclubs Kiel. Am 26. Juni hat LSV-Präsident Hans-Jakob Tiessen gemeinsam mit dem Staatssekretär im Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration des Landes Schleswig-Holstein, Torsten Geerdts, und LSV-Vizepräsident Bernd Küpperbusch ein Boxsportprojekt des Boxsportclubs (BSC) Kiel besucht und sich vor Ort ein Bild von der erfolgreichen sportlichen Integrationsarbeit des Kieler Ostufervereins gemacht. Der Vorsitzende des BSC Kiel, Jozef Orwat, der gleichzeitig als Integrationslotse fungiert, gab den Besuchern einen Einblick in die sensible und interkulturelle Vereinsarbeit am Beispiel einer Kinder- und Jugend-Boxsportgruppe und berichtete dabei auch über die die integrativen Maßnahmen und Unterstützungsleistungen des BSC.

 

Staatssekretär Torsten Geerdts im Gespräch mit Yusssef (12) (links) aus dem dem Irak und seinem Freund Moghym (12) aus Afghanistan. Beide nehmen am Boxprojekt teil.

Die Regierungsfraktionen im Schleswig-Holsteinischen Landtag haben sich sehr dafür eingesetzt, dass der Landessportverband Schleswig-Holstein auch in diesem Jahr eine Förderung für sein Projekt „Sport für Alle“ zur Integration von Geflüchteten erhält. Im Rahmen des Projekts werden u.a. Integrationslotsinnen und -lotsen gefördert, die landesweit bei Sportvereinen und -verbänden beschäftigt sind und sehr engagiert die integrative Arbeit vor Ort unterstützen.

Der Integrationslotse und 1. Vorsitzende des Boxsportclubs Kiel, Jozef Orwat, berichtet Staatssekretär Torsten Geerdts, LSV-Vizepräsident Bernd Küpperbusch und LSV-Präsident Hans-Jakob Tiessen über seine sportliche Integrationsarbeit in Kiel-Gaarden.

Der Verein wird durch das von der Landesregierung geförderte Projekt des Landessportverbandes Schleswig-Holstein „Sport für ALLE − Sport mit Flüchtlingen“ unterstützt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Boxgruppe kommen aus mehreren Nationen, u.a. aus Russland, Tschetschenien, Irak, Afghanistan, Großbritannien, Deutschland und der Türkei. Über den BSC Kiel: Der BSC Kiel besteht seit 2004 und liegt mitten im Stadtteil Kiel-Gaarden, der als sozialer Brennpunkt gilt und seit jeher ein Schmelztiegel verschiedenster Kulturen ist. Unter den Vereinsmotti „ Respekt, Fairness, Freundschaft“ und "Erst bilden, dann boxen" lebt der Verein Toleranz und Integrationsarbeit und unterstützt seine Vereinsmitglieder in allen Lebenslagen.

Staatsekretär Torsten Geerdts (2. Reihe Mitte) mit LSV-Vizepräsident Bernd Küpperbusch (2. Reihe ganz rechts) beim Besuch des Boxsportclubs Kiel.

Ein wichtiges Ziel ist es, den Ehrgeiz der Jugendlichen im Boxsport auf deren persönliches Engagement im Schul- bzw. Ausbildungsalltag zu übertragen. Den Teilnehmenden der Sportgruppen soll vermittelt werden, dass es neben dem Boxen vor allem wichtig ist, die Schule und eine gute Ausbildung für ihre Zukunft ernst zu nehmen. Der BSC ist eng verzahnt mit Kiels Kinder- und Jugendhilfe und baut auf ein Team aus Sporttrainern, pädagogischen und psychologischen Fachkräften, angehenden Lehrkräften sowie studentischen Hilfskräften verschiedenster Bereiche.

Stefan Arlt

 

 

 

 


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