Traum vom Filmen und Musik machen

„Das einzige was ich hatte, war dieser Traum vom Filmen und Musik machen“, sagt Schauspieler Emilio Sakraya in der neuen Folge der Podcast-Serie „Halbe Katoffl Sport“.

Schauspieler Emilio Sakraya. Foto: Robert Wunsch
Schauspieler Emilio Sakraya. Foto: Robert Wunsch

Schauspielen, singen, Sport treiben – so hatte sich Emilio Sakraya sein Leben ausgemalt, als er jünger war – und genauso ist es gekommen. Im Halbe-Katoffl-Sport-Podcast erzählt der Berliner mit serbisch-marokkanischen Wurzeln von Paralleluniversen, Nackenklatschen – und was ihm eine Milchschnitte über verschiedene Kulturen gelehrt hat.

Der 24-Jährige, vielen bekannt aus „Bibi und Tina“ oder „4 Blocks“, hat sein ganzes Leben darauf hingearbeitet, in Filmen mitzuspielen. „Es war alles darauf ausgerichtet“, sagt er. Selbst beim Ausprobieren zahlreicher Sportarten – Karate, Capoeira, American Football, Schwimmen, Parcours, Kung-Fu oder Eiskunstlaufen – alles sollte seine Chancen beim Film erhöhen. „Alle um mich herum dachten immer, ich habe nicht alle Latten im Zaun, aber für mich gab es nie was anderes.“

Emilio ist 1996 in Berlin geboren und aufgewachsen. Seine Mutter stammt aus Marokko, sein Vater ist Serbe. Doch die Eltern trennen sich früh, Emilio wächst mit seiner alleinerziehenden Mutter auf, die Familie schlägt sich so durch. Acht Jahre später kommt sein Halbbruder Ilyes Raoul auf die Welt.

Emilio beschreibt seine Kindheit und Jugend als nicht leicht. „In der Grundschule war ich ein Freak. Ich war der Typ, der allein im Sandkasten gegen unsichtbaren Power Ranger gekämpft hat.“ Als er später auf der Schule gemobbt wird, tut er sich mit anderen, härteren Jungs zusammen. „Dann habe ich Nackenklatschen verteilt.“

Zu Marokko hat er eine enge Verbindung, durch die vielen Sommerurlaube – er spricht auch arabisch, ist muslimisch erzogen worden –, zu Serbien, dem Heimatland seines Vaters hat er nur wenig Bezug. Wie zu seinem Vater, den er nur gelegentlich trifft.

Seinen filmischen Durchbruch hat Emilio, laut eigener Auskunft, mit der Serie „4 Blocks“, wo er den Drogendealer Issam spielt. Davor hatte er bereits bei den „Bibi und Tina“-Filmen und anderen Projekten mitgewirkt, teils unter seinem vollen Namen Emilio Moutaoukkil. Sakraya ist sein zweiter Vorname. Er hat eine Modelinie, im September kommt sein erstes Album „Roter Sand“ heraus und er führt gelegentlich Regie bei seinen Musikvideos. Ein Multitalent.

„Früher wollte ich immer allen gefallen – heute mache ich, worauf ich Bock habe. Wichtig ist, dass ich zufrieden mit mir bin.“

(Text: Frank Joung)

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Halbe Katoffln im Sport

Im vergangenen Jahr begann die Kooperation des Podcasts „Halbe Katoffl“ mit „Integration durch Sport“, es entstand die Serie „Halbe Katoffl Sport“. Der Anlass: das 30-jährige Jubiläum des vom BMI und BAMF geförderten Bundesprogramms. Es waren acht interessante, bewegende, immer auch humorvolle Gespräche mit Menschen mit nichtdeutschen Wurzeln über Themen wie Integration und Identität und die Frage, welche Rolle der Sport dabei spielte. Wegen der sehr positiven Resonanz auf den Podcast, wird die Kooperation in diesem Jahr fortgeführt. „Halbe Katoffl Sport“ erscheint immer Mitte des Monats. Die neuen Folgen kann man hier hören.


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    Emilio Sakraya