Projekt "Willkommen im Sport"

Neun Verbände werden 2019 das Projekt „Willkommen im Sport“ in ihrem Bundesland durchführen. Foto: DOSB/CSV Andernach/Milorad Vlaj
Neun Verbände werden 2019 das Projekt „Willkommen im Sport“ in ihrem Bundesland durchführen. Foto: DOSB/CSV Andernach/Milorad Vlaj

 „Willkommen im Sport“: das Projekt, das sich zum Ziel gesetzt hat, Geflüchtete in Deutschland im Sinne einer Willkommenskultur an Sport- und Bewegungsangebote heranzuführen, wird auch dieses Jahr vom DOSB in der Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedsorganisationen umgesetzt. Dabei baut es auf den Erfahrungen aus den Projektjahren 2015-2018 auf.

Mit Hilfe einer zuverlässigen Förderung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Annette Widmann-Mauz unterstützt der DOSB mit dem Projekt „Willkommen im Sport“ Sportverbände und -vereine, die besondere Sport- und Bewegungsangebote für geflüchtete Menschen in Deutschland planen, organisieren und umsetzen.

In der Förderperiode 2015-2017 beteiligten sich insgesamt 13 der 16 Landessportbünde (LSB) an dem bundesweiten Projekt. 2018 führten sieben LSB das Projekt fort. Nun sind es 2019 neun Verbände, die das Projekt „Willkommen im Sport“ in ihrem Bundesland durchführen werden.

Anfangs ging es vor allem darum, Geflüchteten einen Zugang zum Sport zu ermöglichen und niedrigschwellige Bewegungsangebote anzubieten, zum Teil unmittelbar in Flüchtlingsunterkünften. In den darauffolgenden Jahren lag der Schwerpunkt darauf, Geflüchtete aktiv in die Vereinsstrukturen, Angebotsentwicklung und -gestaltung einzubinden und einen Zugang zu ehrenamtlichem Engagement zu ermöglichen. In diesem Jahr soll auf den entstanden Strukturen weiterhin aufgebaut werden. Der Fokus liegt dabei auf:

  • Vermehrte Ansprache der Zielgruppe Mädchen und Frauen
  • Qualifizierung von Geflüchteten
  • größeres Angebot an Schwimmkursen
  • Vermittlung der Werte des Sports, insbesondere des respektvollen und toleranten Miteinanders

Die Bandbreite der Projekte, die Verbände und Vereine durchführen, orientiert sich an den sportlichen Bedürfnissen und Erfahrungen der Geflüchteten: Skaten, Schwimmen, Boxen, Radfahren, Tanzen und Frauen-Fußball sind nur einige Beispiele. Darüber hinaus werden Übungsleiterinnen und Übungsleiter interkulturell qualifiziert. Die Erkenntnisse aus „Willkommen im Sport“ fließen kontinuierlich in die Integrationsarbeit des Bundesprogramms „Integration durch Sport“ ein und liefern wertvolle Hinweise für weitere engagierte Vereine.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Integration und Flüchtlinge fördert das Projekt mit knapp 800.000 Euro. Hinzu kommt die Eigenleistung der Vereine oder Verbände von mindestens zehn Prozent.

Weitere Informationen zu "Willkommen im Sport" finden Sie in unserem Portfolio "Willkommen im Sport" - eine Idee, verschiedene Ansätze, viele Erfolge: Überblick der Projektmaßnahmen.

Sie haben Interesse am Projekt und sind an einer Förderung ihrer Sportangebote interessiert oder haben Fragen, wie man ein solches Vorhaben realisieren könnte? Dann wenden Sie sich gerne an ihren jeweiligen Landessportbund für nähere Informationen.

Sie brauchen erst ein wenig Input, was bereits getan wird? Positive Good-Practice-Beispiele sowie eine Checkliste für eine Projektplanung finden sie in der Broschüre "Aktiv im Sport für und mit Geflüchtete".

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