Wer uns unterstützt

Mehr als 90.000 Sportvereine, 99 Verbände, rund 27 Millionen Mitgliedschaften: Die Integrationsmöglichkeiten des Sports sind vielförmig und beeindruckend, und dass der DOSB dieses Potenzial in seiner Bandbreite nutzen kann, ist unter anderem seinen Partnern zu verdanken – innerhalb wie außerhalb des Sports. Sie unterstützen das gesellschaftliche Anliegen, Menschen mit Migrationshintergrund mithilfe des Sports zu integrieren, finanziell, funktional und ideell.

An erster Stelle ist die Politik zu nennen, bei der „Integration durch Sport“ ganz oben auf der Agenda steht. Der Deutsche Bundestag beschließt die finanzielle Förderung des Programms, das Innenministerium (BMI) und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) setzen den Beschluss um und sorgen in Kooperation mit dem DOSB für eine optimale Verwendung der Mittel. Dabei umfasst die Zusammenarbeit zwischen Sport und Politik längst mehr als diese funktionalen Aspekte, denn die Verantwortlichen in Ministerium und Bundesamt sind zugleich wichtige Berater/-innen und Mittler/-innen zu anderen gesellschaftlichen Akteuren und Akteurinnen, etwa den Migrantenorganisationen oder Wohlfahrtsverbänden.

Innerhalb des organisierten Sports arbeitet der DOSB eng mit allen Landessportbünden und -sportjugenden (LSB) zusammen. Die Programmleitungen profitieren dabei von der Vereinsnähe des jeweiligen Verbandes. Die enge Zusammenarbeit mit anderen Organisationsabteilungen in den LSBs hilft auch bei der wichtigen Bildungsarbeit oder der Vereinsberatung.

Der Sport kann auf prominente Fürsprecher/-innen zählen, mit oder ohne Migrationshintergrund. Aus den eigenen Reihen oder aus anderen gesellschaftlichen Bereichen. Sie tragen das Programm weiter und helfen, dem Integrationsgedanken öffentlich Gehör zu verschaffen.  

Förderer

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)

Als Kompetenzzentrum für Migration und Integration in Deutschland ist das BAMF nicht nur zuständig für die Durchführung von Asylverfahren und den Flüchtlingsschutz, sondern auch Motor der bundesweiten Förderung der gesellschaftlichen Integration. Das BAMF fördert und koordiniert die sprachliche, gesellschaftliche und berufliche Integration von Migrantinnen und Migranten in Deutschland und die interkulturelle Öffnung der Gesellschaft und ihrer Einrichtungen. Durch seine dezentrale Struktur und sein bundesweites Netzwerk von 22 Regionalstellen ist das Bundesamt in allen Bundesländern vertreten und unterstützt lokale Integrationsakteure vor Ort.

Die politische und finanzielle Unterstützung des BAMF – und jene des Bundesministeriums des Innern – ermöglichen die Arbeit des DOSB Programms "Integration ducrh Sport".

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Bundesministerium des Innern (BMI)

Das Bundesministerium des Innern und seine Geschäftsbereiche decken ein breites Spektrum an Aufgaben und Tätigkeiten ab. Der Bogen reicht vom Bevölkerungsschutz über Integration und Sportförderung bis hin zu Sicherheitsaufgaben. Die Migrationspolitik zählt mit der Asyl- und Flüchtlingspolitik, der Arbeitsmarkt- und EU-Binnenmarktpolitik zu den zentralen Themen der Innenpolitik. Insbesondere die Gewährleistung des friedlichen und demokratischen Zusammenlebens von Menschen mit unterschiedlichen nationalen, religiösen und kulturellen Hintergrund spielt dabei eine besondere Rolle.

Das Bundesministerium des Innern (BMI) fördert das Programm "Integration durch Sport" aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages in Kooperation mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

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Wissenschaft und Beratung

Humboldt Universität zu Berlin
Abteilung Sportsoziologie am Institut für Sportwissenschaften

Forschung, Beratung und Impulse für die öffentliche Diskussion sind die drei zentralen Ziele der Abteilung Sportsoziologie unter Leitung von Prof. Dr. Sebastian Braun am Institut für Sportwissenschaft der HU Berlin.

Vor dem Hintergrund einer sich wandelnden Gesellschaft forscht, berät und lehrt die Abteilung der Sportsoziologie zu Fragen von Sport, Bewegung und gesellschaftlichem Engagement von Personen und Organisationen. Auf diese Weise fördert es den Wissenstransfer und Dialog zwischen Wissenschaft, Politik, Nonprofit-Organisationen, staatlichen Einrichtungen und Unternehmen.

Die Abteilung Sportsoziologie erforscht seit vielen Jahren die Integrationsleistungen von Sportvereinen. In diesem Kontext ist die wissenschaftliche Begleitung des Bundesprogramms „Integration durch Sport“ prozessorientiert angelegt und umfasst die drei Zugänge Forschung –  Dialog – Beratung, die eng miteinander verzahnt und anwendungsorientiert ausgerichtet sind.

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Persönliche Unterstützer

ZDF/Jürgen DetmersBéla Réthy, ZDF-Sportkommentator

Wuchs in drei Ländern auf und ist knapp die Hälfte des Jahres beruflich auf Reisen. „Man kommt raus aus der eigenen Suppe und sieht, dass die Menschen anderswo die Dinge genauso gut erledigen. Nur eben auf ihre Weise.“ 

picture-allianceZita Funkenhauser, Olympiasiegerin im Fechten

Kennt das Gefühl zerrissener Identität vieler Spätaussiedler. „Sie wollen unbedingt nach Deutschland, weil sie sich im Geburtsland fremd fühlen, und wenn sie dann herkommen, sind sie plötzlich die Ausländer.“

Katja KuhlAdnan Maral, Schauspieler und Nachwuchstrainer

Weil es vorrangig um Leistung gehe, sieht er den Sport in der Lage, neue Rollenbilder zu definieren. „Für mich ist ja nicht das Problem, den Türken zu geben. Die Frage ist: Welche Rolle spielt er in dem Film; ist er Gemüsemann oder Rechtsanwalt?“

privatLisa Ryzih, Stabhochspringerin, Olympiasechste von London 2012

Trainiert in Deutschland. „Ich bin zwar in Omsk geboren und zweisprachig aufgewachsen, aber ich bin hier zur Schule gegangen, bin immer für Deutschland gestartet, insofern bin ich sehr deutsch.“

Deutscher FußballbundCélia Šašic, ehemalige Fußballnationalspielerin

Der Begriff „Migrationshintergrund“ ist ihr fremd. Sie sieht sich als jemand, „der das Glück hat, von drei Kulturen zu profitieren“.

SOG/MahagonyMarvin Willoughby, früherer Basketballnationalspieler

Seine These: Soziales Engagement und Spitzensport schließen sich nicht aus, im Gegenteil. Gemeinsam sind sie stärker, machen sie stärker. „Ich bin ja das beste Beispiel.“