Wie es funktioniert

Sport kann Menschen zusammenführen, aus Einzelnen eine Gemeinschaft formen und Individuen unterschiedlicher sozialer Herkunft zusammenführen, ungeachtet ihres religiösen und kulturellen Hintergrundes. So weit die Theorie.

Um dieses ungeheure Potenzial des Sports in die Praxis zu überführen und in allen Winkeln der Republik umsetzen zu können, ist eine Strategie vonnöten, die scheinbar Gegensätzliches miteinander verbinden kann: große Reichweite und Regionalbezug, übergreifende Konzepte und individuelle Lösungen, punktuelles Fördern und langfristige Unterstützung. Damit das funktioniert, arbeiten die Expertinnen und Experten des Bundesprogramms „Integration durch Sport“ mit Tausenden Sportvereinen und -verbänden in ganz Deutschland zusammen.

Hinter dem „Programm“ stehen rund hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Während der DOSB steuert und die strategische Richtung vorgibt, arbeiten in allen Bundesländern Programmteams an der Umsetzung, als Teil der jeweiligen Landessportbünde und -sportjugenden. Sie profitieren von der lokalen Verankerung, den kurzen Wegen und dem engen Kontakt zu den wichtigsten Partnern: den Sportvereinen. Manchmal geben sie Impulse, manchmal entsteht eine intensivere Zusammenarbeit mit finanzieller Förderung, etwa bei den sogenannten Stützpunktvereinen.

 

Was leistet das Programm?

Viele Sportvereine und Sportverbände machen beim Thema „interkulturelle Integration“ völlig neue Erfahrungen. Das erfordert nicht allein das starke Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Ehrenamtlichen, sie brauchen dafür auch ein beachtliches Know-how: Vereinsvorstände sollten wissen, wie man Organisationen interkulturell entwickelt und öffnet. Übungsleiterinnen und Übungsleiter, wie heterogene Gruppen funktionieren und wie man integrative Prozesse in ihnen anstoßen und befördern kann.  

„Integration durch Sport“ bietet Qualifizierungsmaßnahmen aus der Reihe FIT FÜR DIE VIELFALT an, unter anderem zu interkulturellem Lernen, Wertevermittlung und Interkulturalität, berät die Vereine kostenlos bei Einzelprojekten wie bei umfassenden Veränderungsprozessen – und leistet finanzielle Unterstützung.

Der DOSB richtet sein Augenmerk aufs große Ganze: die politische Kommunikation, um Sportwelt und Öffentlichkeit zu sensibilisieren. Denn Integration kann nur im gesamtgesellschaftlichen Rahmen funktionieren. 

Auf einen Blick: die Programmleistungen

Lobbyarbeit

  • gesellschaftliche Bedeutung von „Integration“ stärker herausarbeiten, um das Thema im organisierten Sport noch tiefer zu verankern 
  • Ansprechpartner und Ratgeber bei interkulturellen Fragen sein

Praktische Angebote

  • Stützpunktvereine bei ihrer Integrationsarbeit beraten, individuell begleiten und finanziell fördern
  • Vereine für das Thema „Interkulturelle Öffnung“ sensibilisieren und sie dabei unterstützen
  • für alle Sportorganisationen Seminare zu den Themen „Integration“, „Interkulturelles Lernen“ und „Diversity Management“ anbieten
  • Thema „Interkulturelles Lernen“ in bestehende Aus- und Fortbildungen des organisierten Sports einbinden (Ausbildungen zu Übungsleitern/Übungsleiterinnen und Trainern/Trainerinnen)

Übergreifendes Wirken

  • Fachveranstaltungen zum Austausch mit internen und externen Kooperationspartnern durchführen (etwa Migrantenorganisationen oder integrationspolitische Einrichtungen)
  • erlebnisorientierte Veranstaltungen organisieren, die öffentlichkeitswirksam sind und gleichzeitig Integrationsimpulse setzen

Kommunikation

  • Öffentlichkeit für das Thema „Integration“ sensibilisieren 
  • über die Integrationsleistungen des Sports informieren und die Leistungen der Sportvereine und -verbände in der Programmarbeit verdeutlichen
  • Vereine und Verbände bei ihrer entsprechenden Kommunikation unterstützen