Der Fußball setzt ein Zeichen beim AOK-Vielfaltsturnier für Toleranz und Frieden

Fotos: Landesfußballverband M-V e.V.
Fotos: Landesfußballverband M-V e.V.

Anfang Juli fand unweit des Warnemünder Ostseestrandes ein Fußballturnier auf Kunstrasen statt. Die einzige Startvoraussetzung war es, dem Grundtenor der Veranstaltung folgen zu wollen: Dieser bestand darin, sich für Vielfalt und Toleranz sowie gegen Diskriminierung und Gewalt zu positionieren. Ca. 100 Spielende verteilt auf zehn Teams waren letztlich mit dabei und traten auf dem Halbfeld in zwei Vorrunden und anschließenden Finalspielen gegeneinander an. Einige der Teilnehmenden sind im Alltag ansonsten in Fußballvereinen, andere in Freizeitteams organisiert. Der Turniersieg – wobei das sportliche Ergebnis letztlich nur eine Nebenrolle spielte – ging an den SV Sukow.

Die Liste der Aktiven gestaltete sich dem Thema angemessen weitestgehend divers: In zwei Teams reihten sich Frauen mit ein, einen weiteren Großteil machte Menschen mit Einwanderungsgeschichte, unter anderem aus Indonesien, Vietnam, Afghanistan, dem Iran oder der Ukraine, aus.

Am Spielfeldrand moderierte der Landesfußballverband (LFV) einen Austausch mit den Spielenden, Teambetreuungen und Funktionären. Es gab Antworten und persönliche Eindrücke auf die Fragen, was Fairplay ausmacht, welche eigenen Erfahrungen gemacht wurden und welche Voraussetzungen für eine nachhaltige Vielfaltsförderung geschaffen werden müssen. 

Die Überschrift „Toleranz und Vielfalt“ thematisiert derweil nicht nur die eigene Herkunft. Und so nutzte der LFV die Gelegenheit, um vor Ort über die Neuerungen des Spielrechts für Trans:Personen im Amateurfußball – für Menschen ohne Geschlechtseintrag, bzw. mit dem Eintrag „divers“ oder sich im Transitionsprozess befindend – zu informieren. 

Die Veranstaltung wurde vom LFV in Zusammenarbeit mit der AOK Nordost und „Integration durch Sport“ im Landessportbund M-V e.V. organisiert.

Marij Duhra, Landesfußballverband M-V e.V.

 

 


  • Fotos: Landesfußballverband M-V e.V.
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