Der ESV München Neuaubing in Berlin: integratives Fußballturnier mit Geflüchteten

Von München nach Berlin ging es am 18.7.2016 für die Fußballmannschaft des ESV Neuaubing. Eingeladen vom Bundestagsabgeordneten Carsten Schneider (SPD, Erfurt) traten sie gegen drei weitere integrative Fußballmannschaften, eine aus Berlin und zwei aus Erfurt, an.

Turnierteilnehmer des ESV Neuaubing. Foto: Verweyen/IDS
Turnierteilnehmer des ESV Neuaubing. Foto: Verweyen/IDS

Während die anderen Mannschaften reine Hobbymannschaften sind, ist der ESV Neuaubing eine der ersten Flüchtlings-Fußballmannschaften, die für den Ligabetrieb des DFB gemeldet wurden. Schon seit Saisonbeginn 2015/16 spielt der ESV in München in der Kreisklasse C und meldete aufgrund der großen Nachfrage zur Rückrunde der Saison sogar noch eine zweite Mannschaft zum Spielbetrieb. Der Initiator des Projektes, Olaf Butterbrod, zeigt sich begeistert von der Erfolgsgeschichte der Mannschaft: „Begonnen hat alles mit einer regelmäßigen Kick-Runde mit fußballbegeisterten Geflüchteten im Englischen Garten. Jetzt, vier Jahre später, sind wir Teil eines Vereins, nehmen am offiziellen Spielbetrieb teil und werden regelmäßig zu Freundschaftsspielen und integrativen Fußballturnieren in den unterschiedlichsten Städten eingeladen. Eine großartige Entwicklung, die den Jungs auf einzigartige Weise ermöglicht, sich für den Erfolg der Mannschaft einzusetzen, sich mit Menschen verschiedener Kulturen auszutauschen und, nicht zuletzt, die Strukturen des deutschen Vereinswesens und Ligabetriebs kennenzulernen.“

Die Spieler des ESV kommen aus den unterschiedlichsten Ländern: aus Syrien, Afghanistan, Eritrea, Nigeria, Mali, aber auch aus der Türkei, Italien und Deutschland. Umgangssprache auf dem Platz ist Deutsch. Kommen einzelne Spieler hier an ihre Grenzen, wird ihnen sofort von den anderen sprachlich unter die Arme gegriffen, und mit dem Ball fliegen englische, persische und französische Sätze über den Platz.

So auch am 18.7. in Berlin: Nach einem Besuch des Reichstages geht es in den sportlichen Vergleich gegen die zwei Mannschaften von „Spirit of Football“, einem Sport- und Kulturverein aus Erfurt und einer Berliner Flüchtlingsmannschaft, bei der auch der Gastgeber Carsten Schneider mit gegen den Ball kickt. Nach einem dramatischen Elfmeterschießen reicht es für die Neuaubinger mit 2:5 gegen die Berliner leider nur für den 2. Platz. Dennoch wird beim anschließenden Gruppenfoto gemeinsam gut gelaunt posiert und bei der abschließenden Feier in der Landesvertretung Thüringen miteinander gefeiert.

Begleitet wurde der ESV an diesem Tag von einem Kamerateam des Bayerischen Rundfunks.

Text: Verweyen/IDS                              


  • Turnierteilnehmer des ESV Neuaubing. Foto: Verweyen/IDS

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