Ein Bekenntnis zur Vielfalt in unserer Gesellschaft

Fußballer setzen Zeichen gegen Diskriminierung beim Turnier des FC Ente Bagdad

Im Rahmen der Mainzer Erinnerungswochen fand am vergangenen Sonntag ein Fußballturnier statt, das es so in der Entenarena in Mainz-Bretzenheim noch nicht gegeben hatte. Ein Turnier, bei dem es nicht um das “Gewinnen” ging. An diesem Tag ging es darum, ein gemeinsames Bekenntnis zur Vielfalt in unserer Gesellschaft abzugeben. Unter dem Motto „Gemeinsam für Erinnerung und Vielfalt" setzten alle Beteiligten ein klares Zeichen gegen Antisemitismus, Antiziganismus, Homophobie und jede Form von Diskriminierung. Angemeldet hatten sich Mannschaften der Sinti und Roma, von Makkabi Deutschland, die Ultras von Mainz 05 sowie zwei Regenbogenteams aus Frankfurt, bzw. Mannheim und natürlich der Gastgeber vom FC Ente Bagdad selbst.

 

Vor dem Sport unterstrichen mehrere Redner noch einmal eindrucksvoll die Bedeutung der Erinnerungstage im Deutschen Fußball. Die offizielle Begrüßung erfolgte durch Staatssekretär Randolf Stich aus dem rheinland-pfälzischen Innenministerium, weitere Grußworte kamen vom Oberbürgermeister der Stadt Mainz Herrn Michael Ebling sowie von Alon Meyer, Präsident des jüdischen Sportvereins Makkabi Deutschland, Jaques Delfeld, dem Vorsitzenden des Landesverbands der Sinti und Roma sowie von Joachim Schulte von QuerNet Rheinland-Pfalz, das Netzwerk von queeren Vereinen und Initiativen in Rheinland-Pfalz.

 

Es folgte das Eröffnungsspiel zwischen dem FC Ente Bagdad und einem Team von Politikern, Sportlern sowie Prominenten, darunter Mainz-05-Präsident Stefan Hofmann und ZDF-Moderator Norbert König. Nach einem ausgeglichen und spannenden Spiel trennten sich beide Mannschaften trotz zahlreicher guter Torchancen am Ende 0:0 unentschieden. Unterhaltsam moderiert wurde das Spiel von zwei Stadionmoderatoren: Die „Wortpiratin“ Mara Pfeiffer und der ehemalige Stadionsprecher von Mainz 05, Klaus Hafner, begeisterten mit ihrer ganz eigenen Art Spieler und Zuschauer. Es folgte das Kleinfeldturnier der oben erwähnten Mannschaften. Die Stimmung war trotz Kälte und Nebel ausgezeichnet. Die Kicker des Verbands der Sinti und Roma, die überwiegend in der Südpfalz aktiv sind, gewannen alle ihre fünf Spiele und gingen damit als Sieger des Kleinfeldturniers vom Platz. Auf Platz Zwei landete das Team von Makkabi Deutschland aus Frankfurt.

 

Gewinner waren am Ende aber alle Mannschaften, die durch ihre Teilnahme deutlich gemacht haben, wie wichtig es ist, Haltung zu zeigen und aufzustehen für die Werte, die unsere Gesellschaft lebenswert machen“, betonte der Enten-Präsident Ronald Uhlich in seinem Schlusswort. „Unabhängig von Herkunft, Religion, sexueller Orientierung, jeder ist willkommen und nur gemeinsam können wir es schaffen. Der FC Ente Bagdad bedankt sich bei allen, die das Erinnerungsturnier zu einem Erfolg gemacht haben und wir sind froh, dass unsere Entenfamilie wieder ein bisschen gewachsen ist.“, so Uhlich abschließend.


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