Interkulturelles Futsalturnier zum Jahresauftakt

Unterstützt vom Ressort „Internationales“ des DOSB und dem Bundesprogramm „Integration durch Sport“ findet am 06.01.2018 in Darmstadt ein Futsalturnier statt. Die Besonderheit daran, alle Organisatoren haben eine eigene Fluchterfahrung und wollen über den Sport anderen Geflüchteten eine Brücke bauen.

LSB NRW / Andrea Bowinkelmann
LSB NRW / Andrea Bowinkelmann

Stolz sind die Organisatoren Mostafa Atai, Hossein Atai, Reza Sultani, Omid Amiri und Amiri Enayotullah, dass ihr Wunsch, ein Futsalturnier mit und für Geflüchtete, direkt zum Jahresanfang 2018 umgesetzt werden kann. Dabei sollen auch Flüchtlinge, die eine Ablehnung erhalten haben, verstärkt involviert sein. Viele von ihnen leiden unter Depressionen und haben kaum Möglichkeiten, Kontakte zu Deutschen und deren (Sport-)Kultur zu knüpfen. Sie verbringen ihre Zeit meistens in den Unterkünften und sind durch die fehlende Perspektive frustriert. Dem soll mit dem Turnier entgegengewirkt werden. Mostafa Atai selbst ist von der Turnieridee überzeugt: „Der Grund, warum wir dieses Turnier organisieren ist unsere Erfahrung in diesem Bereich. Solche Turniere haben wir z.B. im Iran und in Griechenland gemacht.“ Nun will er anderen Geflüchteten eine Alternative zum tristen Alltag bieten.

Dabei erhält er für dieses Turnier Unterstützung durch den DOSB. Das Ressort „Internationales“ und das Bundesprogramm „Integration durch Sport“ wollen sich mit dem Turnier modellhaft dafür einsetzen, dass durch Aktivitäten in diesem Bereich Geflüchtete und Einheimische mehr Kontakt und Verständnis für- und miteinander bekommen. Außerdem steht die Förderung von ehrenamtlichem Engagement im Vordergrund. Schließlich waren einige der Geflüchteten schon in ihrer Heimat in Fußballprojekte des DOSB eingebunden. Und können und wollen ihre Fähigkeiten nun in Deutschland weiter einbringen.

Mostafa Atai ist dabei froh über die große Unterstützung. „So ein Futsalturnier ist durch die Unterstützung der Partner zum Glück möglich. Dafür bedanken wir uns herzlich bei ihnen und allen Kolleginnen und Kollegen, die dafür zuständig sind.“ Als Partner vor Ort hat die Sportjugend Hessen bei der Umsetzung und Planung geholfen, finanziert wird die Förderung aus Mitteln des BMI und BAMF im Rahmen des Bundesprogramms „Integration durch Sport“. Futsal ist eine von der FIFA anerkannte spezielle Form des Hallenfußballs. Es wird mit etwas kleinerem Ball auf Handballtore gespielt, die fünf Feldspieler dürfen beliebig oft ausgewechselt werden. Die Spielzeit beträgt zwei mal 20 Minuten.


  • LSB NRW / Andrea Bowinkelmann
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    Foto: LSB NRW / Andrea Bowinkelmann

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