Projekt des Monats | August

Schwimm- und Ruder-Ferienangebot für geflüchtete Jugendliche - Aller guten Dinge sind drei – dies dachten sich auch der Sportverein Eidelstedt Hamburg von 1880 e.V. (SVE), die Ruder-Gesellschaft HANSA e.V. (RG HANSA) und die Flüchtlingshilfe Harvestehude e.V.. Gemeinsam haben sie daher ein Sommerferienprojekt auf die Beine gestellt.

Foto: SV Eidelstedt
Foto: SV Eidelstedt

Geflüchtete Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren erhielten in den Sommerferien die Möglichkeit, sowohl das Schwimmen als auch das Rudern zu erlernen. 

Ziel des Angebots ist es, die Jugendlichen auch während der Schulferien nicht alleine zu lassen, sondern Anlässe für gemeinsame Erlebnisse und Erfolge zu schaffen. Sie knüpfen neue Kontakte und erlernen Fähigkeiten, die es ihnen ermöglichen, wieder ein Stück mehr in Hamburg anzukommen. Viele ehrenamtliche Helfer tragen dazu bei, einen reibungslosen Ablauf und eine bestmögliche Begleitung der Jugendlichen zu gewährleisten.

In 10 Einheiten an aufeinanderfolgenden Tagen haben die Kinder und Jugendlichen mindestens Seepferdchen einige sogar das Bronze-Abzeichen erhalten. Nach der ersten Woche im SVE-Lehrschwimmbecken, hat die Gruppe auch im tiefen Becken geübt und zum krönenden Abschluss gab es eine Abschlusseinheit im Stadtparksee unter Echtbedingungen mit Schwimmweste. So konnten alle Teilnehmer erfahren, wie es sich anfühlt, in natürlichen, dunklen Gewässern mit Schwimmweste zu schwimmen.

Bestens vorbereitet, hoch motiviert, aber auch mit großem Respekt startete das Ruderprojekt bei strahlendem Sonnenschein mit zwölf Teilnehmern aus der Schwimmgruppe. Auf den Ergometern der RGH haben die Jungs und Mädchen erst einmal den Bewegungsablauf geübt. Im Anschluss ging es direkt auf den großen Steg mit wunderschöner Aussicht auf die Hamburger Innenstadt, wo die wackeligen Skiffs (Einerboote) schon auf ihren Einsatz warteten. Ausgerechnet der jüngste Teilnehmer meldete sich ohne zu zögern als erster Freiwilliger und alle anderen beobachteten mit großem Respekt, wie Amir (11) mutig ins Skiff stieg. Am zweiten Tag erkundeten die angehenden Ruderer bereits in Vierer-Booten mit den RGH-Übungsleitern an Bord die Alster und die Begeisterung ist den Kindern und Jugendlichen bei ihrer Rückkehr ins Gesicht geschrieben. „Ich bin wirklich stolz zu sehen, wie die Gruppe in den Wochen über sich hinaus gewachsen ist, wie stark die Gemeinschaft unter den Jungs und Mädchen ist und wie vertraut sie nun mit dem Element Wasser umgehen  - dies ist angesichts der Fluchtgeschichte einiger Teilnehmer nicht selbstverständlich“, freut sich die SVE-Integrationsbeauftragte und Organisatorin des Projekts Yumiko Haneda. Sogar das Reinigen der Boote war stets ein heiß begehrter Programmpunkt und auch beim Zurücktragen der großen Boote in die Halle fehlte nie eine helfende Hand.
Für das leibliche Wohl sorgte Christian Stuhlmann von der Nordlichtgastronomie und sponserte das Ruderprojekt mit leckeren Lunchpaketen, damit die Rudergruppe bei ihren Dreistundeneinheiten stets bei Kräften blieb.
Das SVE-Schwimmprojekt wurde über das Bezirksamt Eimsbüttel aus dem Integrationsfond finanziert, das Ruderprojekt der RGH konnte durch Fördergelder über das Programm Integration durch Sport des Hamburger Sportbunds finanziert werden.

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